tarife.at

Wien, am 14. Juli 2026 – Österreichs Mobilfunktarife inkludieren heute deutlich mehr Datenvolumen als noch vor wenigen Jahren – zu einem geringfügig niedrigeren Nominalpreis. Die aktuelle Auswertung von tarife.at zeigt, dass der Preis pro Gigabyte seit 2019 um 87 Prozent gefallen ist, während die monatlichen Tarifkosten nahezu unverändert blieben.  Für viele Konsument:innen bedeutet das, dass ihr aktueller Tarif deutlich mehr Datenvolumen enthält, als sie tatsächlich nutzen. Wer in ein kleineres und günstigeres Paket wechselt, kann spürbar Geld sparen.

Konkret sank der Preis pro Gigabyte zwischen 2019 und 2026 von 1,78 auf 0,23 Euro. Die durchschnittlichen effektiven Monatskosten – Grundgebühr, anteilige Einmalkosten und Aktionen zusammengerechnet – gingen im selben Zeitraum von 17,67 auf 16,39 Euro zurück, ein Minus von rund sieben Prozent. Der Wettbewerb wird damit nicht primär über den Monatspreis ausgetragen, sondern über das Datenvolumen: Den Anbietern ist es gelungen, Jahr für Jahr mehr Daten zu geringeren Kosten in die Pakete zu inkludieren.

Mobilfunk entzieht sich der allgemeinen Teuerung

Das Preisniveau in Österreich ist zwischen 2019 und Mitte 2026 um rund 35 Prozent gestiegen. Ein Warenkorb, der 2019 hundert Euro kostete, kostet heute im Schnitt rund 135 Euro – die Kaufkraft des Euro ist entsprechend gesunken. Die Mobilfunkbranche hat sich dieser Entwicklung widersetzt. Ein nominal nahezu konstanter Preis ist bei anhaltender Teuerung real ein Preisrückgang: Inflationsbereinigt kosten die heutigen 16,39 Euro nur noch rund 12 Euro in der Kaufkraft von 2019. Damit ist Mobilfunk real um rund ein Drittel günstiger als noch 2019. Beim Preis pro Gigabyte fällt der Rückgang noch deutlicher aus. Mobilfunk zählt damit zu den wenigen Ausgabenbereichen, die sich in Österreich verbilligt haben, während Lebensmittel, Wohnen und Energie im selben Zeitraum deutlich teurer wurden.

Tarif und tatsächlicher Verbrauch klaffen oft auseinander

Das typische inkludierte Datenvolumen stieg laut Auswertung von tarife.at von 9,5 Gigabyte im Jahr 2019 auf 42,0 Gigabyte im Jahr 2026. Der Anteil unbegrenzter Tarife liegt inzwischen bei 17 Prozent.

„Die Mobilfunkentgelte sind nominal weitgehend stabil, das inkludierte Datenvolumen ist deutlich gestiegen – Preis und Leistung haben sich entkoppelt. Inflationsbereinigt sind die realen Kosten gesunken, was sich preisdämpfend auf die allgemeine Teuerung auswirkt“, sagt Michael Kreil, Geschäftsführer von tarife.at.

„Nicht jeder benötigt 100 Gigabyte oder einen unbegrenzten Tarif. Viele zahlen heute für Volumen, das sie im Alltag nicht ausschöpfen. Wer seinen tatsächlichen Verbrauch kennt und in ein passendes, kleineres Paket wechselt, kann seine Monatskosten deutlich reduzieren – ohne im Alltag auf etwas zu verzichten. Genau hier macht sich ein Tarifvergleich bezahlt“, so Kreil weiter.

Auch die Verbrauchsdaten der RTR bestätigen das: Bei Smartphone-Tarifen ohne Flatrate lag der monatliche Verbrauch zuletzt bei rund 10,6 Gigabyte, mit Flatrate bei rund 31,6 Gigabyte – in beiden Fällen unter dem, was viele Tarife inkludieren.

Ein Blick in die Mobilfunk-App oder auf die Monatsrechnung lohnt sich daher. Wer regelmäßig weniger Daten verbraucht, als sein Tarif enthält, kann auf tarife.at prüfen, ob ein kleineres Angebot besser passt. Besonders bei älteren Verträgen zahlt sich der Vergleich aus, weil sich das Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt stark verändert hat.

Über die Analyse

Für die Analyse wurden Mobilfunktarife aus der tarife.at-Produktdatenbank im Zeitraum 2019 bis 2026 ausgewertet, einschließlich eingestellter Tarife. Die effektiven Monatskosten umfassen die Grundgebühr sowie anteilige Einmalkosten; Aktionen wie Rabatte oder Gratismonate wurden über die Laufzeit eingerechnet. Der Preis pro Gigabyte wurde für nicht-unbegrenzte Tarife mit mindestens einem Gigabyte Datenvolumen berechnet. Die Inflationsdaten stammen von der Statistik Austria. Die kumulierte Teuerung zwischen 2019 und Mitte 2026 liegt je nach Referenzzeitpunkt bei rund 35 Prozent.

Pressekontakt:
Thomas Reiter, Reiter
0676 66 88 611
thomas.reiter@reiterpr.com