Cloover

Mit der Eröffnung eines Büros in Wien bringt Cloover eine Software- und Finanzierungsplattform nach Österreich, die Installationsbetriebe bei Verkauf und Abwicklung unterstützt und Haushalten die Finanzierung von Photovoltaik- und Wärmepumpenlösungen erleichtert.

Wien, am 18. Februar 2026 – Cloover nimmt den operativen Betrieb in Österreich auf und eröffnet ein Büro in Wien. Das Unternehmen ist ein Climate-FinTech und stellt Installationsbetrieben eine Software- und Finanzierungsplattform zur Verfügung. Damit können vor allem kleinere und mittlere Installationsbetriebe Projekte rund um Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur effizienter abwickeln und Privathaushalten gleichzeitig ein passendes Finanzierungsmodell anbieten.

Im Kern adressiert Cloover einen Engpass, der den Ausbau dezentraler, erneuerbarer Energielösungen in Einfamilienhäusern häufig bremst: Viele Handwerksbetriebe arbeiten nach wie vor mit hohem manuellem Aufwand und nur geringer Automatisierung durch Software – vom ersten Angebot über die Materialbestellung bis zu Übergabe und Dokumentation. Gleichzeitig scheitert der Umstieg auf Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen in Haushalten oft an der Finanzierung: Hohe Einmalinvestitionen und sich ständig ändernde Förderprogramme führen zu langen Entscheidungsprozessen und verzögern oder verhindern Projekte, obwohl die Nachfrage und der Bedarf vorhanden sind.

Cloover bündelt die Herausforderungen von Handwerksbetrieben und Hausbesitzer:innen in einem durchgängigen Prozess. Installationsbetriebe erstellen standardisierte Angebote, dokumentieren Projektschritte digital und steuern die Abwicklung strukturiert. Parallel stehen Finanzierungslösungen für Endkund:innen zur Verfügung, sodass Haushalte nicht getrennt bei Banken oder Förderstellen starten müssen, sondern früh einen Überblick über die leistbare Umsetzung erhalten. Das beschleunigt Entscheidungen, sorgt für Transparenz und reduziert Reibungsverluste zwischen Planung, Finanzierung und Installation.

Für Handwerksbetriebe bedeutet das weniger Verwaltungsaufwand und mehr Zeit für die Ausführung. Die Plattform vereinfacht Angebot und Abwicklung, verbessert die Projektübersicht und hält Prozesse auch bei wachsender Nachfrage handhabbar. Kleine und mittlere Betriebe konkurrieren mit großen Anbietern, die oft über eigene digitale Systeme verfügen. Cloover liefert die digitale Grundlage, damit kleinere Betriebe Projekte vergleichbar professionell und zügig umsetzen können – ohne eigene aufwendige IT aufzubauen.

Privathaushalte profitieren beim Zugang zu klimafreundlichen Wärmepumpen und erneuerbarer Energie. Statt einer hohen Einmalzahlung können Photovoltaik- und Wärmepumpensysteme mit Cloover über monatliche Raten finanziert werden. Für Haushalte heißt das: weniger Startkosten, mehr Planbarkeit. Wer eigenen Solarstrom nutzt und effizienter heizt, reduziert zudem die Abhängigkeit von schwankenden Energiepreisen und kann laufende Kosten besser im Griff behalten.

Fragmentierte Abläufe bremsen die Energiewende von Privathaushalten

Österreich ist ein attraktiver Markt, wenn es um die Energiewende im Gebäudesektor geht. In der Praxis stoßen Modernisierungsprojekte jedoch häufig auf strukturelle Hürden: viele Schnittstellen zwischen Beratung, Planung, Installation und Betrieb, hoher administrativer Aufwand und Unsicherheit bei der Finanzierung. Das trifft insbesondere Einfamilienhäuser, bei denen Eigentümerinnen und Eigentümer Investitionen gut kalkulieren müssen und Betriebe häufig mehrere Gewerke koordinieren.

Österreich als Teil der europäischen Expansionsstrategie

Der Markteintritt in Österreich ist Teil der europäischen Wachstumsstrategie von Cloover und wird durch eine kürzlich abgeschlossene Finanzierung ermöglicht. Das Unternehmen hat sich eine Series-A-Finanzierung über 22 Millionen US-Dollar sowie eine Fremdkapitalfazilität in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar gesichert; ergänzt wird dies durch eine 300-Millionen-Euro-Garantie des Europäischen Investitionsfonds (EIF). Insgesamt belaufen sich die Kapitalzusagen damit auf 1,222 Milliarden US-Dollar.

Den Aufbau und die Leitung des Österreich-Standorts übernimmt Sebastian Dorfer. In den kommenden Wochen wird das Wiener Büro schrittweise ausgebaut werden, um Vertrieb, Partnerbetreuung und operative Umsetzung hierzulande zu stärken.

„Die Technik für Photovoltaik und Wärmepumpen ist etabliert – entscheidend ist, dass Betriebe Projekte noch effizienter umsetzen können und sie für Haushalte leistbarer werden“, sagt Jodok Betschart, Mitgründer und CEO von Cloover. „Österreich ist ein Markt mit viel handwerklicher Kompetenz und einer großen Nachfrage nach dezentralen Energielösungen.“

Materialfinanzierung für Betriebe mit Cloover Pay

Für 2026 plant Cloover die Einführung von Cloover Pay, einer Materialfinanzierungslösung für Installationsbetriebe, sowie den weiteren Ausbau der Software- und Finanzierungsplattform. Ziel ist es, Betrieben mehr Spielraum bei Vorfinanzierung und Beschaffung zu geben und Haushalten eine möglichst planbare Umsetzung zu ermöglichen.


Bildtext (v.l.n.r.): Vivek Jain, Jodok Betschar, Peder Broms und Valentin Gönczy bilden das Führungsteam von Cloover.

Bildquelle: Cloover


Über Cloover
Cloover wurde 2023 von Jodok Betschart, Peder Broms und Valentin Gönczy gegründet und entwickelt ein KI-Betriebssystem für Energieunabhängigkeit. Die paneuropäische Plattform verbindet Finanzierung, KI-gestütztes Workflow-Management, Beschaffung und Energieoptimierung und unterstützt Installateure, Haushalte, Hersteller und Investoren dabei, den Übergang zu sauberer, erschwinglicher und unabhängiger Energie zu beschleunigen.