28. Mai 2020

tarife.at

tarife.at: Es wird wieder mehr telefoniert – das kann teuer kommen

Vieles, das jahrelang Gültigkeit hatte, stimmt seit Corona nicht mehr. So auch, dass Sprachtelefonie am Handy keine Rolle mehr spielen würde. Österreichs größtes Mobilfunk-Vergleichsportal tarife.at hat, anhand von zwei Millionen Vergleichen, die aktuelle Nachfrage nach klassischen Sprach- und SMS-Einheiten analysiert und eine klare Trendwende festgestellt: Während Datendienste und Messenger Apps wie WhatsApp die klassische Sprachtelefonie zuletzt abgelöst zu haben schienen, erlebt diese gerade ein Revival. Viele Tarifmodelle decken diesen erhöhten Bedarf nach Spracheinheiten allerdings nicht ab. Sie enthalten weit weniger Minuten als derzeit notwendig und konfrontieren Konsumenten mit unerwarteten Kosten. tarife.at hält fünf Tipps parat, die Konsumenten vor bösen Überraschungen schützen.

Seit Aufkommen von UMTS bzw. LTE verdrängten Datentarife die klassische Sprachtelefonie am Handy zunehmend. Ist die Nachfrage nach inkludierten Gesprächsminuten und SMS zuletzt immer weiter zurückgegangen, hat Corona dieses alte Muster gerade auf den Kopf gestellt: „Wir erkennen dieser Tage eine Trendwende in der klassischen Sprachtelefonie. Während diese zuletzt nur mehr stiefmütterlich behandelt worden ist, kontaktieren uns zunehmend mehr kleine Unternehmen und Arbeitnehmer, die sich plötzlich mit hohen Handyrechnungen konfrontiert sehen“, beschreibt Maximilian Schirmer, Geschäftsführer von tarife.at, die aktuelle Lage. „Dazu kommt, dass viele Arbeitnehmer im Home-Office für berufliche Telefonate zum privaten Handy greifen, was nicht nur datenschutzrechtlich bedenklich ist“, so Schirmer. Aus qualitativer Sicht sind die Sprachnetze aber jedenfalls stabil. Sprachtelefonie war und ist daher die verlässlichste Alternative zu Videokonferenz-Diensten wie Zoom.

Es wird wieder deutlich mehr telefoniert
Immer größere und schnellere Datenpakete bedingen seit Jahren einen leichten Abfall der Nachfrage nach inkludierten Gesprächsminuten und SMS. Seit Ausbruch der Corona-Krise haben allerdings sowohl der tatsächliche Bedarf laut Mobilfunkanbietern, als auch die Nachfrage nach Spracheinheiten in den Vergleichen auf tarife.at, wieder merklich zugenommen. Die Analyse von tarife.at spiegelt, anhand von zwei Millionen realen Vergleichen zwischen Februar 2019 und Februar 2020, den Rückgang des Bedarfs von durchschnittlich 580 auf 555 Sprachminuten im Monat wider. Doch seit Corona ist alles anders: Pünktlich seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen steigt die Nachfrage nach Telefonminuten erstmals wieder deutlich an und erreicht Mitte März bereits 653 und Mitte April sogar 682 Minuten. Seit Anfang Mai hat sich der Bedarf dann bei rund 620 Minuten eingependelt. Auch der Mobilfunkbetreiber Drei spricht im Vergleichszeitraum von 63 Prozent mehr Sprachaufkommen, A1 und Magenta sogar von einer Verdoppelung der Telefonie. Demgegenüber hält sich nur die Nachfrage nach inkludierten SMS stabil.

Steigende Nachfrage nach Flatrates für Sprachtelefonie
Auch wenn sich dieser Tage nur mehr eine Minderheit eine Flatrate für die Sprachminuten wünscht, hat sich diese kleine Basis aktuell dennoch fast verdoppelt: Wollten Mitte Februar 2020 noch 1,3 Prozent der Nutzer von tarife.at unlimitiert telefonieren, stieg die Nachfrage Mitte März auf 2,5 Prozent an. In Zeiten wie diesen ist die erhöhte Nachfrage besonders gut nachvollziehbar: Wer die im Tarif inkludierten Einheiten überschreitet, bezahlt mit rund 12 Cent pro Minute bzw. 7,2 Euro pro Stunde nämlich verhältnismäßig viel. Wie die Durchschnittswerte aller neu veröffentlichten Tarife zeigen, hält sich dieser Preis pro Extraminute dabei seit 2017 relativ stabil: 2016 22,05 Cent, 2017 11,59 Cent, 2018 12,09 Cent, 2019 12 Cent und 2020 10,17 Cent.

Keine automatische Absicherung für die Kunden
Aktuelle Handytarife inkludieren im Schnitt 508 Gesprächsminuten im Monat. Werden diese überschritten, merken es die Kunden allerdings meistens erst mit Erhalt der Handyrechnung. Denn, anders als beim Datenvolumen, sind keine Benachrichtigungen oder Sperren seitens des Mobilfunkbetreibers vorgeschrieben. Da vielen Verbrauchern jedoch das Gespür für die verbrauchten Einheiten fehlt, ist – speziell bei Tarifen mit 60/60-Taktung – Vorsicht geboten: In diesem Fall werden nämlich auch angefangene Minuten zur Gänze in Rechnung gestellt, sodass am Ende weit mehr Minuten verrechnet werden, als tatsächlich telefoniert wurden. Gleichzeitig gibt es für Minuten und SMS kaum Zusatzpakete, die – wie bei Datenpaketen – im Bedarfsfall hinzugefügt werden können. „Im Interesse der Konsumenten würden wir optionale Sprachpakete begrüßen, die Kunden jederzeit spontan dazubuchen können“, ergänzt Schirmer abschließend.

Fünf Tipps zur Vermeidung von Kostenüberschreitungen bei der Sprachtelefonie

1) Behalten Sie die inkludierten Einheiten im Blick – insbesondere was die Sprachtelefonie anbelangt, die nur noch selten pauschaliert ist. Um ein Gefühl für die verbrauchten Einheiten zu entwickeln, empfiehlt es sich, regelmäßig einen Blick in die Kundenzone oder App Ihres Mobilfunkanbieters zu werfen und die verbrauchten Einheiten zu kontrollieren.

2) Oder Sie aktivieren eine Kostenwarnung auf Ihrem Handy bzw. beauftragen Ihren Mobilfunkanbieter mit der Einrichtung eines, von Ihnen festgelegten, Kostenlimits.

3) Das günstigste Angebot am Markt muss nicht gezwungenermaßen das preiswerteste für Ihre persönlichen Bedürfnisse sein. Während Discount-Anbieter z.B. den Fokus auf das Datenvolumenlegen, bieten A1, Drei und Magenta häufig bessere Flatrate-Angebote für Telefonie und SMS an. Wählen Sie daher Ihren persönlichen Tarif entsprechend Ihrer individuellen Anforderungen. Dabei können unabhängige Vergleichsportale wie tarife.at wertvolle Dienste leisten.

4) Achten Sie bei der Wahl Ihres Tarifes auf die Taktung und wählen Sie nach Möglichkeit eine sekundengenaue Abrechnung. Um Ihnen mühsame Recherchen in den Entgeltbestimmungen der Betreiber zu ersparen, weist tarife.at die Taktung automatisch aus.

5) Vorsicht bei Conference-Calls: Da Gruppentelefonate mehrere Verbindungen gleichzeitig aufrechterhalten, verbrauchen sie übermäßig viele Telefonminuten.

Über tarife.at
tarife.at hat sich auf den österreichischen Mobilfunk- und Telekommunikationsmarkt spezialisiert und ist, mit insgesamt über 10 Millionen Vergleichen sowie monatlich rund 350.000 Besuchern, Österreichs größtes Vergleichsportal in diesem Bereich. Basierend auf einer Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten ermittelt das Technologieunternehmen, rund um Gründer und Geschäftsführer Maximilian Schirmer, seit 2012 die besten Tarife entsprechend der vielfältigsten Anforderungen der Nutzer. Tausende Kontrollen pro Tag garantiert stets aktuelle und punktgenaue Ergebnisse. Neben persönlich zugeschnittener Tarifberatung erstellt das Portal auch automatisierte Kündigungen und liefert praktische Services wie die österreichweite SpeedMap, mit jährlich mehreren Millionen Messungen. Sämtliche Services stehen den Besuchern der Seite kostenlos zur Verfügung. Das Unternehmen finanziert sich rein durch Werbeeinnahmen und Vermittlungsprovisionen. Verkaufszahlen und Umsatz steigen kontinuierlich an, sodass Schirmer im Juni 2019 vom Wirtschaftsmagazin Forbes unter die „30 under 30“ im DACH-Raum gekürte wurde. 

Rückfragehinweis
Dr. Alma Mautner
+43 664 9601793 
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