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08. Januar 2020

Digitaldruck-Trends 2020: Mit dem Kunden auf Kuschelkurs

Die Anforderungen von Druckeinkäufern nach schnellerer und individuellerer Printproduktion steigen auch 2020 weiter. So geht ein aktuelles Themenpapier der Hans-Böckler-Stiftung davon aus, dass die durchschnittliche Joblänge in den kommenden drei Jahren um 15 Prozent sinken wird. Um Kostenreduktion, zunehmende Geschwindigkeit und Innovation im Geschäft zu vereinen, kommen Druckdienstleister im drupa-Jahr um Themen wie Automatisierung, Künstliche Intelligenz und Konvergenz nicht herum. Konica Minolta hat sieben Trends für 2020 identifiziert, die Akzidenzdruckereien auf dem Schirm halten sollten:

1. Kundenprozesse statt bloß Drucksachen
Das Konzept der Druckindustrie-4.0 konzentriert sich auf eine Fragestellung: „Wie kann ich die Geschäftsprozesse meiner Kunden digital und profitabel unterstützen?“ In jedem Fall müssen sich Druckdienstleister intensiv mit den geschäftlichen Abläufen ihrer Kunden beschäftigen. Die damit einhergehenden Prozessveränderungen im Druckbetrieb selbst lassen sich nicht alleine durch innovative Drucktechnik oder den Einsatz neuester MIS- oder Workflow-Software lösen. Druck- und Mediendienstleister werden 2020 ebenso neue, digitale Geschäftsmodelle entwickeln, die den Kunden in den Mittelpunkt stellen.

2. Automatisierte Printproduktion
Eine Hürde bei der Fokussierung auf den Kunden stellt das Tagesgeschäft des Druckdienstleisters dar. Technologische Lösungen helfen Druckereien an dieser Stelle: Durchgängige Systemvernetzung und Prozessautomatisierung geben ihnen die Zeit, die sie dringend benötigen. Für eine weitere Entlastung der Mitarbeiter sorgen künftig Drucksysteme, die – KI-basiert – selbstständig Entscheidungen treffen, um beispielsweise mögliche Fehler zu korrigieren.

3. Vom Drucker zum Full-Service-Dienstleister
Im Gespann mit dem richtigen Geschäftsmodell sind digitale Druckverfahren hochprofitabel. Um die Margenfalle der letzten Jahre endgültig hinter sich zu lassen, werden Druckdienstleister ihre Businessmodelle 2020 weiterentwickeln müssen. Kenntnisse der Geschäftsprozesse ihrer Kunden in Kombination mit dem eigenen Know-how in puncto Druck erlauben ihnen, neue Mehrwertdienstleistungen im Umfeld von Werbung und Vermarktung anzubieten. Unterstützt werden Druckereien dabei von neuen Softwarelösungen für die Marketing Automation. So definieren, segmentieren und steuern Druckereien künftig Marketingkampagnen ihrer Kunden und generieren sich neue Umsatzquellen.

4. Druckveredelung wird Mainstream
Im Wettbewerb um Aufmerksamkeit imponieren Printprodukte, die den Betrachter durch ungewöhnliche Oberflächen oder haptische Elemente fesseln. Die digitale Druckveredelung wird sich 2020 zu einem zentralen Trend für Akzidenz- und Verpackungsdruckereien entwickeln. Per Spotlackierung und Folierung entstehen Produkte, die zum Anfassen reizen. Die Grundidee dahinter: Je länger sich ein Verbraucher mit einem Druck beschäftigt, desto länger bleibt er ihm in Erinnerung – ein bestechendes Argument gerade für Kunden aus der Werbebranche. 2020 werden insbesondere Einstiegssysteme zur digitalen Druckveredelung auf dem Markt kommen, die auch kleinere Betriebe in die Lage versetzen, individuelle Printprodukte mit besonderer Haptik profitabel aufzuwerten.

5. Verschmelzung von Druck und Digital
Das Mediennutzungsverhalten, gerade jüngerer Konsumenten verschiebt sich zunehmend hin zum Bewegtbild, was sich auch in einer rückläufigen Bedeutung von Printmedien als Werbeträger ausdrückt. Im Jahr 2020 werden daher Technologiekonzepte auf Basis von Augmented Reality (AR) in den Fokus rücken, die Printprodukte mit interaktiven Inhalten wie Animationen oder Videos aufwerten. Diese Konzepte, wie beispielsweise die genARate-Plattform von Konica Minolta, erlauben es, Printkampagnen online zu verlängern. Druckdienstleister unterstützen dabei Kunden aus der Werbewirtschaft, den Erfolg einer gedruckten Werbemaßnahme messbar zu machen.

6. Farbdigitaldruck auf der Überholspur
Analysen von Keypoint Intelligence / InfoTrends belegen, dass die Produktionsvolumina im Farbdigitaldruck in Westeuropa inzwischen größer sind als im Mono-Segment – Tendenz steigend. Für den mittleren Volumenbereich geht der Marktanalyst von einer positiven Entwicklung aus und erwartet ein spürbares Wachstum. Gleiches gilt ebenso für den hochvolumigen Farbdigitaldruck. Dies spiegelt sich in einer größeren Zahl verfügbarer Drucksysteme wider: Auf der drupa werden daher neue tonerbasierte Farbsysteme im Segment zwischen 120 und 140 ppm zu finden sein, die durch einen hohen Grad an Automatisierung und vereinfachter Bedienung den Druckalltag deutlich erleichtern werden.

7. B2-Format nimmt Fahrt auf
Der digitale B2-Bogendruck hat sich in den letzten acht Jahren, allen Unkenrufen zum Trotz, kontinuierlich und positiv weiterentwickelt. Dieser Trend wird auch im Jahr 2020 anhalten. Dafür sorgen neue Business Cases, insbesondere aus dem Verpackungs- und digitalen Buchdruck, sowie verbesserte Systeme. Diese unterstützen die Umstellung des Kleinauflagen-Offsets auf digitale Druckverfahren und schaffen die Möglichkeit hybrider Drucklösungen.

Druckdienstleister und Druckereien setzen im Jahr 2020 zunehmend auf Automatisierung, Softwarelösungen und verbesserte Prozesse, um on demand und just in time zu produzieren. So bewältigen sie steigende Auftragsvolumina, kürzere Durchlaufzeiten sowie eine stärkere Produktdifferenzierung.

Einen ersten Eindruck dieses Potenzials erleben Besucher auf der Hausmesse „Print Experience“ von Konica Minolta am 27. Februar in Wien sowie auf der drupa (16.-26. Juni, Düsseldorf, Halle 8b / A63-1 – A63-6).

 

[1] https://www.boeckler.de/pdf/p_fofoe_WP_123_2019.pdf

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Über Konica Minolta Österreich
Die Konica Minolta Business Solutions Austria GmbH ist als Services Provider ein führender Anbieter von Komplettlösungen für die unternehmensweiten Dokumenten- und Druckworkflows im B2B-Bereich. Als Projekt- und Lösungsexperte bietet das Unternehmen umfassende Beratung, Hard- und Softwarelösungen sowie Dienstleistungen und Support für individuelle, leistungsfähige Gesamtlösungen. Mit seinem strategischen Geschäftsfeld Optimized Print Services setzt das Unternehmen im Bereich der Managed Print Services bereits lange neue Standards. Ganzheitliche Konzepte bietet Konica Minolta mit Managed Content Services auch zum Thema Dokumentenmanagement, Archivierung und Erfassung von Informationen. Die Hardwarelösungen umfassen Farb- und S/W-Multifunktionssysteme und Laserdrucker im Bereich A3 und A4 für die Marken Konica Minolta und DEVELOP sowie marktführende, leistungsstarke Produktionsdrucksysteme. Das Gesamtportfolio umfasst damit alle Komponenten, um die komplette Business-Infrastruktur von Unternehmen zu realisieren. Kundennähe und professionelles Projektmanagement garantiert Konica Minolta Österreich über den direkten und indirekten Vertriebskanal. Im Rahmen der Konica Minolta Gruppe umfasst das Angebot von Konica Minolta gemeinsam mit seinen verbundenen Unternehmen die Bereiche Business Output Solutions, IT-Solutions, Professional Printing, Marketing Services, IP Video Solutions, Medical Solutions und Media. Den Hauptsitz der Konica Minolta Business Solutions Austria GmbH in Wien leiten die Geschäftsführer Joerg Hartmann und Tsuyoshi YamazatoDie Konica Minolta Business Solutions Austria GmbH ist eine 100 % Tochter des Geschäftsbereichs Business Technologies Business von Konica Minolta, Inc. mit Sitz in Tokio, Japan. Zu den weiteren Bereichen, in denen der Konzern tätig ist, zählen Industrial Business, Healthcare Business und Planetarium Business. Mit rund 44.000 Mitarbeitern weltweit (Stand März 2019) erzielte Konica Minolta, Inc. im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Nettoumsatz von rund 8,2 Milliarden Euro.

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