eXplore!

Wien, 12. Mai 2026 - Während Österreich bei Unternehmertum und Gründungsdynamik international seit Jahren nur im europäischen Mittelfeld liegt, setzt die eXplore! Initiative mit der Business Case Challenge seit 2020 gezielt bei jungen Talenten an. Beim Business Case Day 2026 arbeiteten am Montag mehr als 200 Studierende und Schüler:innen an der Wirtschaftsuniversität Wien gemeinsam mit Unternehmen und Gründer:innen an realen wirtschaftlichen Fragestellungen. 

Ziel des Formats ist es, unternehmerisches Denken frühzeitig praktisch erlebbar zu machen und Schüler:innen sowie Studierende bereits während ihrer Ausbildung mit konkreten Herausforderungen aus Unternehmen zu konfrontieren. Ins Leben gerufen wurde die Business Case Challenge von Unternehmer Michael Tojner und WU-Professor Jonas Puck, mit dem Ziel, Hochschulen, Unternehmen und junge Talente im Rahmen praxisnaher Fallstudien zusammenzubringen. „Wenn wir wollen, dass mehr Innovation und Unternehmertum in Österreich entstehen, müssen junge Menschen früher lernen, wirtschaftliche Fragestellungen praktisch zu lösen“, betonte Tojner zum Auftakt der Veranstaltung. 

Reale Unternehmensfragen statt theoretischer Beispiele 
Im Mittelpunkt des Business Case Days standen konkrete Aufgabenstellungen von OMV, Erste Bank und Wiener Städtische Versicherung. Die Teilnehmer:innen entwickelten Lösungsansätze zu Themen wie Kreislaufwirtschaft, Diversität im Versicherungsbereich oder Mobilität der Zukunft, wobei der Fokus bewusst auf interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Technik und Entrepreneurship lag. Der Teilnehmer:innenkreis reichte von Studierenden der Wirtschaftsuniversität Wien, der Montanuniversität Leoben und der Technischen Universität Wien bis hin zu weiteren österreichischen und internationalen Hochschulen. 

Gründer:innen sprechen über Wachstum, Risiko und Umsetzung 
Neben den Unternehmenspartnern standen auch Erfahrungsberichte aus der Startup-Praxis im Mittelpunkt. Reinhold Baudisch, Mitgründer von Durchblicker.at sowie Daniel Keinrath, Mitgründer von Fonio.ai, gaben Einblicke in ihre Erfahrungen rund um Unternehmensaufbau, Produktentwicklung und Wachstumsstrategien. „Gerade in frühen Phasen geht es darum, schnell zu lernen und flexibel auf Veränderungen reagieren zu können“, erklärte Baudisch. 

Keinrath hob insbesondere die Bedeutung resilienter Teams hervor. „Wachstum funktioniert nur, wenn Teams bereit sind, sich laufend weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen“, so Kainrath. 

Coaching, Pitch-Sessions und direkter Austausch mit Unternehmen 
Nach den Unternehmenspräsentationen und Gründer:innen-Inputs stand am Nachmittag die praktische Arbeit der Teilnehmer:innen im Mittelpunkt. In speziellen Coaching-Sessions arbeiteten Studierende und Schüler:innen gemeinsam mit Vertreter:innen der Partnerunternehmen an ihren Konzepten weiter. Dabei erhielten die Teams konkrete Einblicke in strategische Entscheidungsprozesse und die Entwicklung überzeugender Business Cases. Parallel dazu fanden Consulting-Workshops und Pitch-Challenges statt, bei denen die Teilnehmer:innen ihre Ideen präsentieren und direktes Feedback erhielten.  

Neben den fachlichen Sessions bot der Business Case Day vor allem Raum für persönlichen Austausch zwischen Studierenden, Gründer:innen und Unternehmensvertreter:innen. Networking-Phasen, Q&A-Sessions und Gespräche mit den Partnerunternehmen ergänzten das Programm und machten den Business Case Day zu einer Plattform, die Hochschulen, Wirtschaft und junge Talente unmittelbar miteinander verbindet. 
 
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